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Kategorien : Kurzgeschichte
Mein Freund Mister Braun
Mit meinem Kugelschreiber verewige ich mich unter dem Bett, ich schreibe meinen Namen „John de Flair“ normaler weise schreibt man Deflair zusammen, aber ich finde getrennt wirkt es edler und es würde eh niemand erfahren. Ich schreibe also auch meine Hautfarbe hinzu, viele interessiert das, denke ich zumindest .. „zartbitter braune Haut“ nun klingt es fast wie eine Suchanzeige unterm Knastbett, kurz denke ich darüber nach, tue es als albern ab und schreibe noch mein Alter in schnörkelhafter alter Schrift hinzu, so schön und filigran,wie es mir möglich ist, es soll gebildet aussehen „29 Jahre“ ich bin jung, denke ich und mit einem Tag, fühle ich mich alt, an dem Tag, an dem ich dieses Bett bezogen haben. Ich sitze auf dem Boden, starre zur Decke, strecke die Beine aus und lehne mich mit der Schulter an mein zur Seite geschobenes Leihbett. Ein flüchtiges Grinsen rutscht mir von den Lippen, bei dem Gedanken der nächste Bewohner könnte dies als eine Anzeige zum Sex deuten, nichts unübliches,aber unüblich, so etwas unter das eigene Bett zu schreiben.
Eine kleine Fliege krabbelt über meine schnörkelhafte Schrift, ich haue drauf und erinnere mich an die Worte einer guten Freundin „ töte nur das, was du auch bereit bist zu essen.“ Wieder grinse ich, trotz ihres Todes bringt sie mich immer wieder zum grinsen,lachen und nachdenken. Es war richtig ihren Mörder zu töten, daran habe ich nie gezweifelt,jeder Preis wäre der richtige gewesen, der Richter sagt, das ich ein Unmensch bin, weil ich wohl so absolut gnadenlos war, das hat sich hier schnell herumgesprochen, die Insassen halten sich von mir fern, was gut ist, denn Freunde bringen nur Kummer und Leid. Ich sehe dieses tote Tier und sehe wieder zu meinem Leihbett, bald bin ich hier schon wieder draußen, ja das war es alles wert. Mit Druckbuchstaben schreibe ich unter meinem alter „glücklicher Moerder von Micheal Wirtschaft!“ Ich freue mich keine Ö-Punkte zu brauchen, sie hatte sie immer gemacht als kleine Kreuze statt Punkte
Irgendwann werde ich es sicherlich bereuen, stehe nun aber mit einem seufzen auf und schiebe das Bett zurück an seine stelle, dort wo es sicherlich schon seid 200 Jahren steht.
Michaels Grab besuchen und dann das ihrige, um ihr zu sagen, das ihre Blumen die schönsten von allen sind und das wir sie alle vermissen, das ist der Plan, wenn es in drei Monaten hier rausgeht.
Die Sichtluke der Zelle schob sich auf. „Weg von der Tür, ich schließe zum Freigang auf!“ „jo, mach mal!“ antwortete ich barsch, obwohl das an der Tür mein einziger und bester Freund war. Die Tür öffnete sich, schwerfällig und Laut. Ich zog meine dünne Jacke an, doch bevor ich den zweiten Arm drin hatte „Es ist warm draußen, irgendwas um die 27°!“ er war nett und machte sich Gedanken um mich „ahh, cool man, danke“ er grinste mich an und schwang den Zellenschlüssel in seiner Hand. „ nun komm, sonst ist die Zeit um, bevor du die Blumen heute siehst“ Ich ging zur Zelle raus und sah Treum, der heutige Aufpasser von Braun, ich mochte ihn nicht, er ist arrogant und gemein, er redet nicht mit uns Gefangenen. „Ich habe heute wieder ein Brief an Misses Finn geschrieben, sie hat gesagt, ich darf bei ihr die Fritten wenden wenn ich mich gut anstelle.!“ Voller Freude drehte ich mich im gehen um und Aufseher Braun freut sich auch scheinbar für mich, doch Treun rammte mir sofort den Schlagstock in den Magen. „Blick nach vorne, Pommeswender!“ schrie er, während einer der Insassen mich stützte damit ich nicht hinfiel, ich hatte diesen Typen irgendwo schon einmal gesehen, schlank lange braune Haare zum Zopf geflochten. „alles klar ?“ fragt er auch noch saudoof. „Klar, man!“ Er grinste „klar.“ Einer der Wärter schließt das Tor auf, ein anderer Wartet bis alle durch sind, schließt es wieder ab und das ganze Fünf mal, erst dann können wir an die frische Luft, frei vom Gitterfensterfilter. „ Es freut mich, das du dich um einen Job kümmerst,wenn du hier raus bist und dass du Freunde hast die dir da draußen Helfen, es wird dir gut tun.“ Braun sieht mich zwar selten an, wenn wir reden,weil er den Hof kontrolliert, aber er war immer für mich da, er merkte sich, was ich ihm erzählte und wenn er fragt, wie es mir geht, wenn ich mal nicht zum rausgehen aufstehen mag und lieber einen Tag durchschlafe.
„Danke! Der Aufenthalt hier, hat mir einiges erklärt und hat mich viel nachdenken lassen.“ „ Bereuen sich einfach nur ihre Tat und tun sie so etwas nicht wieder, dafür ist diese Anstalt da, euch zu sagen, was ihr falsch gemacht habt, weil ihr es sonst nicht lernt.“ sein Blick wechselte von dem freundlichen Gesicht, das ich kannte zu einem ernsten Blick, den ich nie zuvor bei ihm gesehen habe, nicht mal, als er in eine Prügelei zwischen Banden eingreifen musste. Langsam geht er seine Runde um das außen Gelände.
Ein Arm legt sich um meine Schulter. „ der ist nur nett, weil er Angst hat, du killst ihn auch noch!“ Ich schlag zu ohne weiter nachzudenken, sehe den Neuen am Boden liegen, reibe meine Handknöchel und hocke mich nieder „ red in meiner Gegenwart kein Bullshit, du Drecks Kerl.“ Die Augen der Wärter durchbohren mich, auch die von Mister Braun, obwohl er seinen Weg weitergeht. Der Frischling am Boden folgt meinen Blick zu Mister Braun und sah mir danach direkt in die Augen, reicht mir die Hand. „ich mein ja nur, wenn du hier raus bist, ist alles anders!“ ich reiche ihm meine Hand und weiß nicht, warum ich dies eigentlich tat. Mit einem Ruck an seiner Hand, zieh ich ihn hoch und klopfe mir den eingebildeten Schmutz von der Knastentracht ab.
„Später ist immer alles anders!“ sage ich zu ihm. Erst beim reingehen, sehe ich den Frischling wieder, er geht vor mir, wir gehen im Gänsemarsch, einer nach dem anderen.
„Mach in der Endphase nun kein scheiß, lass dich nicht nochmal Provozieren, nicht von ihm!“ sagt Mister Braun hinter mir. Ich antworte mit einem Nicken und einen seufzen, welches ein Ja sein soll. Ich weiß, jede dumme Tat kann nun einen längeren Aufenthalt bedeuten, meine frühe Entlassung verdanke ich meiner guten Führung. Aber wieder einmal habe ich bewiesen, das man mir nicht zu nahe kommen sollte. Meine Gedanken waren nun wieder bei ihr, meiner Butterblume, ich will unbedingt an ihrem Grab stehen und ihr sagen, das ich ihr lächeln vermisse und das sie nicht traurig sein darf, weil sie so früh sterben musste. Ich will sie immer noch sehen und besuchen, es tut weh dies nicht mehr zu können.
Es vergehen Tage und Wochen, immer wieder sieht der neue mich an und redet kurze Sätze mit mir, wie es mir ginge,warum ich überhaupt hier bin, wann ich gehen kann und ob wir uns nach dem Knast wieder sehen, ich antworte auf keine dieser Fragen, ich will nichts mit diesen Menschen gemein haben, Verbrecher, alle samt.
Manchmal denke ich über meine Zukunft nach und wie ich Mister Braun bei ihm zuhause besuche, um ihn dafür zu danken, das ich im Knast keinen Mist gebaut habe.
Hier habe ich gelernt, wie man Kleidung näht, eine wundervoll bescheuerte Aufgabe, man legt zwei Stückstoff aufeinander und den Rest macht die Maschine, dafür bekommt man ein wenig Geld und man vertreibt sich ein wenig die Zeit. Meine Fitness hat sich auch sehr verbessert,seitdem ich hier bin.
„Deflair noch eine Nacht, denk dran deine Sachen zu packen und alles besenrein zu machen!“ Ich lege demonstrativ, die Briefe von Miss Finn in eine Kiste, daneben ein paar Fotos von meiner Butterblume sage Fertig. „ was ist mit dem Rest ? Deine CDs und die Zigaretten.“ Fragte er fürsorglich. „Ach, nimm sie für deine Frau, ich brauch sie nicht mehr, außerdem bin ich ab morgen ein guter Mensch, wende Pommes und lebe gesund, sie wird stolz auf mich sein, die gute Misses Finn.“ Braun nickt zufrieden und verlässt mein Zimmer, leise höre ich seine Worte „das ist gut“ An diesem Abend fühle ich mich schon frei,wieder schiebe ich mein Bett zur Seite und schreibe zu meinen Daten „Es gibt keine Blumen, die ewig blühen, aber es gibt Menschen, die jede Blüte zu schätzen wissen“
Am nächsten Tag, stehe ich bereits an meinem Tischchen und warte mit meinem kleinen Karton in den Händen darauf, das Braun mir die Tür aufschließt und mein guter Freund mich in die Freiheit entlässt,lange warte ich auf diese positive Begegnung zwischen uns. Der Sehschlitz der Zelle ging auf und eine dunkle Männerstimme, die ich nicht kenne schrie in einem Militärton, der nichts gutes verheißt „ Zurücktreten, ich schließe nun die Tür auf!“ voller zweifel antworte ich „ ha, okey!“ Der Schlüssel dreht sich im Schloss und mein Herz schlug ins unendliche, die Kiste in meinen Händen schlägt schon Wellen, weil ich sie so drücke. Nur noch wenige Minuten und ein neues Leben beginnt, eine unerwartete Reise.
Der fremde Mann, kontrolliert meine Sachen, meine Kleidung und mein Zimmer, nicht das ich Waffen da gelassen habe,wäre ja schrecklich. Ein Kollege geht vorweg, ich artig mit meinem Karton hinter her und dann kommt dieser neue, den ich zu vor noch nicht gesehen habe. Egal, heute sind meine letzten Minuten, meine Sachen, die ich bei der Festnahme abgeben musste bekomme ich beim her rausgehen wieder. Eine Armbanduhr, Armbänder, ein Feuerzeug mit der Aufschrift einer Metallband, ein wenig Geld, Ausweise, Geldkarten, eben Dinge die man so bei sich trägt, an die Sachen habe ich gar nicht mehr gedacht, Kleidung die ich mir nun Anziehen kann,damit der Taxifahrer keine Angst bekommt, obwohl er mich direkt von der Knasttür abholen wird. Ich zieh mich noch schnell um, dabei hab ich ja nun eigentlich Zeit.
Die Luft scheint hier in Freiheit richtig gut zu riechen, dabei ist es die selbe, die sich durch die Gitterstäbe in meine Zelle verirrt, irgendwie ist nun alles anders, besser, neuer, freier. Ein junger Mann steht neben der Tür, grinst mich an, aber ich erkenne ihn erst auf dem zweiten Blick, ohne Uniform sieht er viel jünger und netter aus, der Herr Braun. „glaub ja nicht, ich fahre jeden Verbrecher irgendwohin!“ grinst er und macht die Zigarette aus. „ Wo willst du hin, wo schläfst du?“ fragt er weiter ohne auf eine Reaktion von mir zu warten. „Ein Hotel oder Motel, ich muss meine Sachen abstellen und dann zu Misses Finn sie wollte mich sofort nach dem Aufenthalt sehen.“ „Gut, dann fahren wir nun nach Misses Finn!“ „nein, Brauni, ich muss erst ein zu Hause haben, damit sie sieht, das ich mir mühe gebe.“ ich habe echt Angst, das Misses Finn nicht mehr möchte das ich für sie Arbeite. „keine Sorge mein Freund, Misses Finn hat bereits ein Zimmer für dich, ich kenne Sie und sie will das du dich wohlfühlst und schnell die Vergangenheit verarbeitest.“ Ich bin verwirrt. „Sie kennen Misses Finn!“ immer noch Sieze ich ihn, diesen wundervollen Menschen, mein einzigen und besten Freund. Er hält mir die Hand hin. „ Wir haben uns erst einmal gesehen, im Gerichtssaal, ich bin Marcus!“ Ein Schlag durchzieht mein Herz, kurz wollte ich ihm in die Arme fallem, erst nun fällt mir auf, wer mein bester Freund ist, der damalige Lebensgefährte meiner Butterblume. Freudig strecke ich meine Hand zu ihm hin. „ich- ich“ stottere ich vor mich hin. „mir war nicht bewusst, aber du bist ihr damaliger Freund gewesen nicht wahr ?“ Sein Blick veränderte sich in eine Mischung aus Freude und Trauer. „Ja, zwei Monate lang, die beste Zeit die ich hatte, ich kann deine Tat nachvollziehen, aber ich empfinde es nicht als richtig, ich bin durcheinander wegen deiner Tat, ich will auch nicht darüber reden, aber ich will, das du wieder klarkommst. Misses Finn war ihre Nachbarin wie du weist, auch sie vermisst sie wahnsinnig, sie braucht wieder jemanden der für sie da ist und sie hat immer gut von dir geredet, sie wollte auch immer das wir uns kennenlernen, aber du kanntest ihre vielen Pläne und das sie immer unterwegs war!“ Ich nicke nur. Keine Ahnung, was man dazu auch sagen soll.
Ein alter Ford Mustang bringt uns zu Misses Finn, ihr Lieblingsauto, das von meiner Butterblume.“tut mit leid, ich muss doch vor her doch noch wohin!“ ich sehe Miss Finn schon an ihrem Fenster stehen, die Gardinen leicht zur Seite geschoben, dass man nur ihre Augen sieht. „wohin willst du?“ „zu ihrem Grab!“ ich schaue auf meine Schachtel, die ich immer noch in meinen Händen umklammere. Er seufzt, dreht aber den Zündschlüssel erneut. „Du brauchst nicht fahren!“Ich zerdrücke ein Teil meiner Kiste und sehe ihn erst nun an und er mich. „schon okey!“ beruhigt er mich, aber ich weiß, dass gerade nun nicht alles okay ist. Vor dem Friedhof bittet er mich, alleine hinzugehen, beschreibt mir den Weg zu ihr und wartet im Auto, meine Kiste lasse ich bei ihm stehen. Langsam gehe ich zu ihr, zum zweiten mal in meinem Leben, gehen meine Füße zu ihr, mein bester Freund wartet im Auto zusammen mit meinen Briefen und den Fotos, die sie mir mal schickte und beim Mord bei mir trug.
Vor dem Grab merke ich erst, wie sehr ich mich an dem einen Tag ihn sie verliebte, wie sehr ich sie wollte und wie sehr ich sie vermisse und nun ist es ausgerechnet Ihre große Liebe, der mir hilft weiter zu leben, der mir eine Chance gibt und auf mich achtet. Ein Mann mit Herz und Heldentum,einen wie du ihn immer wolltest und ich bin nur Musiker. Zuvor hatten wir ein paar Blumen geholt, die ich ihr da ließ.
Im Auto danke ich ihm dafür, er nickt nur. Wieder halte ich die Kiste in meinen Händen auf meinem Schoss fest. Misses Finn begrüßt mich sehr freudig und herzt mich zur Begrüßung, ich fühle mich auf Anhieb wohl, ein Foto von Butterblume und Marcus auf einem Rummel steht auf ihrem Kaminsims, daneben eins von ihrem Hund, ich musste schmunzeln. „Ich habe ihnen das obere Stockwert fertig gemacht, wenn sie möchten, versteht sich, fühlen sie sich nicht gezwungen etwas anzunehmen, nur um nett zu sein, ich will nur helfen und das obere Stockwerk benutze ich eh nicht.“ Ihre Augen wandern in Richtung Krücken, die an ihrem Sofa lehnen in dem sie Sitzt. „Ich nehme es gerne an, ich geh auch für sie einkaufen, ich bin ihnen sehr dankbar, für die Briefe und die Hilfe in der ganzen Zeit.“ „gerne mein Junge!“ sie lächelt zuversichtlich. „So Leute, ich muss zur Arbeit, ihr kommt klar?“ fragt Marcus,bevor er zu seiner Spätschicht aufbricht. Misses Finn und ich nicken sehen uns nur an und nicken. Nachdem ich einige Tassen Tee geleert habe und den wundervoll schmeckenden Kuchen fast allein gegessen habe, zur Freude von Misses Finn, bin ich nach oben und lege meine Kiste auf einen kleinen Schreibtisch. In dem Obergeschoss ist ein eigenes Bad, eine kleine Küche, ein Wohnzimmer und ein Schlafzimmer, eigentlich purer Luxus, ich hab vergessen, zu fragen, wie viel Miete ich zahlen soll. Ich schäme mich für diesen Fehler, setze mich aber erst hin, lasse den geschehenen Tag verstreichen und schlafe auf dem Sofa ein, in den Händen ihr Foto.
Geweckt von dem Duft leckeren Frühstücks, gehe ich von ganz allein nach unten, zähle dabei mein Geld, schließlich muss ich mir auch noch Lebensmittel einkaufen. „ahh, du bist wach, wie wundervoll, ich hab versehentlich zu viel gemacht.“ sie zwinkert mir freundlich zu und bittet mich zum setzten. „ich hab gelogen junger Mann, ich hab mit Absicht so viel gemacht!“ Ihr herzliches lachen übertönt das Radio und die Singvögel im Garten, es brachte den Sonnenschein ins Haus. „ich bin eine kleine Lügnerin.“ wieder lacht sie und steckt mich an. „Wo kann ich hier denn einkaufen gehen ?“ frage ich. „ach und wie viel Miete bekommen sie Misses Finn, von mir?“ sie sah entsetzt aus. „ nichts mein Junge, ich freue mich,nicht mehr allein in dem großen Haus zu sein, ein wenig Haushaltshilfe wäre schön, vielleicht Rasenmähen.“ „gerne Misses Finn!“
So beginnt mein neues Leben mit Misses Finn und Herrn Braun, meinem Besten Freund.
nanjo am 27. Oktober 13
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Schattenhenker
Der ganze Regen, er verdunkelt die Stadt schon seid Tagen, als sei es Nacht. Die Dunkelheit schient sich so langsam in der Seele des verrückten Galgenmannes breit zu machen, es ist nur ein Job, ein Job wie jeder andere, redete sich sein Sohn ein. Gott sieht nicht was er tut, denn er setzt die Maske im dunklen Hinterzimmer der Gerichtsgebäudes auf, dennoch sagt Mutter immer " es deine Suppe auf, Gott wird sonst sauer". einer belügt sich selber, Mutter die glaubt, Gott sieht in unser Haus, aber nicht ins Hinterzimmer des Gerichtsgebäudes oder mein Vater, der mir einst sagte, das Gott ihn nicht für das Verurteilt was er tut. Er richtet Menschen, er tut es und nicht Gott, doch er schweigt, genauso wie es Gott tut.
Als der Sohn noch Jung war, sagte er ihm, er würde den Hänker beim ankleiden helfen, mitlerweile weiss der junge, das die Helfer immer andere sind, nur sein Vater geht immer und immer wieder in dieses Zimmer, er ist es der Mordet und Tötet und dem es freude bereitet, das hatte einst gesheen, als er mit ihm auf der Jagdt war, ein Fuchs hatten sie getötet und sein Vater hatte das Grinsen eines Wahnsinnig auf seinen Lippen, ein Grinsen das nicht nur ihn erschaudern lies sondern auch die restlichen Tiere im Wald verstummen lies, selbst der Wind scheinte zu stoppen.
An seinem Vater war was unheimliches und unmenschliches, etwas was sich ihm, seinem Sohn auch noch Vorstellen würde,mehr als nur die reine Lust jemanden zu Töten, ihm das Licht in die Ewigkeit zu zeigen.
Als der Junge älter und älter wurde und dieser Regen einfach nicht aufzuhören versuchte, folgten ihm Schatten. Schatten, dennen es möglich war durch den Schein der kleinen Strassenlaternen zu wandern, welche die ihm keine Angst machten, sondern neugierig, er hätte rennen müssen,voller Panik und Verfolgungswahn flüchten.
Doch es war in seinem Blut, der wunsch etwas zu töten, das nicht hier her gehörte, ein kleines Wesen, welches sich auf der Brücke nicht bewegte erregte schlussendlich seine Aufmerksamkeit.
"was bist du denn?" vorsichtig beugte er sich zu dem Ding herrunter, ein kleines zitterndes Monster, lange Krallen, große Augen, die aussahen wie kleine Rechtecke und keine Ohren.
"hast du kein zuHause?" er hielt ihm den Regenschrim übern Kopf und hockte selber im Regen, das Wesen neigte den Kopf leicht schräg.. "sonderbar!" murmelte es. " was ist sonderbar ?" fragte der Junge. " Du! Mein Bein hab ich verloren" sagte ihm das Ding, immer noch murmelnd, immer noch wie das hauchen eines Schattens. Der Junge merkte, das sich noch mehr wesen auf der Brücke befanden, doch er traute sich nicht sich mit dem Blick von dem verletzten Viech abzuwenden. " hast du schmerzen,brauchst du hilfe?" Fragte er dann, er wollte wirklich helfen, für ihn war es ein Tier wie jedes andere. "nein, ich werde sterben!" sagte es, ohne eine sichtbare Spuhr von furcht, trauer oder schmerz. "nur wegen dem Bein ? wir Menschen binden es ab, dann brauchst du zwar eine stütze, aber du könntest leben, könntest du doch oder ?" Ein anderes Wesen, eher einer Elfe gleich, hübsch, schlang, leise, stand nun mitmal neben ihm, so klein wie sein Fuss lang. "nahm den Schirm und umfasste den Teil des Griffes, den der Junge nicht hielt. "vorsicht er ist schwer!" das Elfending nickte sanft und zeigte mit der Hand auf sein verletzten Freund. " verstehe!" der Sohn grinste und nahm sein Zopfband aus seinen nassen Haaren. Setzte das Viech auf seinen hintern und sah, wie eine dunkle Flüssigkeit aus dem Beinchen floß und sich mit dem Regen der Stadt vermischte, um dann in den Fluss zu gelangen. Zum erstenmahl fand er die Situation grusselig und er fragte sich, ob das was er hier tat richtig war. Er nahm das Haarband und band es fest um das Beinchen des Wesens, das er nicht weiter kannte. "nun wirst du sterben!" sagt es, als der Sohn dachte, mit der Behandlung fertig zu sein, es floss zumindest kein weiteres Blut mehr nach. Nun legte der Sohn den Kopf schräg. " Wieso, habe ich etwas falsch gemacht?" "es tut mir leid!" sprach die elfe, mit dem Schirm,mit so einer lieblichen Stimme, das er ihr ohne etwas zu verstehen sofort verzieh. Ihre freie Hand zeigte auf das Ende der Brücke, welches hinter dem durchnässten Sohn lag, sein Vater stand dort mit einer Armbrust, die er zuvor nie sah und einem Pfeil der ihm entgegen kam, er traf den jungen Burschen direckt im Herzen. " es tut uns so leid!" hörte er erneut, als sich seine Augen schlossen. Trotz des Regens hörte er, wie all diese Schattentierchen verschwanden und rannten, wie sein Vater an ihm vorbei und den Wesen hinterher rannte und ein Pfeil nach den anderen Abschoss.
Der Sohn verstand wenig, seine Leiche lag noch am nächsten Tag dort, doch keiner würde einen Henker verurteilen, denn der Henker, ist ein Henker.
(c)Koji Nanjo
nanjo am 17. Oktober 13
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Superhelden oder Supermörder
Seine Augenwaren schwer und alles in und an ihm schmerzte, seine Adern verkrampften und ließen wieder locker nur um erneut sein gesamten Körper zu einer kleinen erbärmlichen Kugel zu formen. Irgendwann, irgendwann wird er sie finden und vernichten, sie erwischen, wie sie ihm das angetan haben, sicher wissen sie nicht einmal, was sie da anrichten, ihre Augen wird er ihnen ausstechen, damit wirklich alles für sie unsichtbar wird, dann können sie demütigen wen sie wollen, aber nicht mehr ihn. Sicher hielten sie ihn für dumm, aber dumme sind die bestialischten Mörder von allen, er wird sie bekommen einen nach dem anderen oder alle mit einem mal, seine Muskeln lösten sich. Jetzt wusste er, was er zu tun hatte, das was als ein zigste noch half, wenn die Justiz schlief, er musste zu einem Superhelden werden, doch wie ? Bei seiner Intelligenz, doch er konnte es, er war sich sicher, alle besiegen zu können, wenn er sich nicht an die normalen Regel halten müsse. Die Anstandsregeln vor allem, als Superheld hätte er viele Freiheiten, die er so nicht hatte, er wäre ein anderer ein Besserer ein freier Krieger für seine Selbstjustiz unumgänglich ein Anderer zu werden.
nanjo am 21. Juli 13
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vergängliche engel
nicht für zartbeseitete! :P
Ihre Hände waren dürr und wirkten fast schon tot, sie kauerte in einer dunklen Ecke,er wusste nicht, ob sie angreifen wollte oder ob sie schon fast tot und vor Angst und Furcht dort lauerte. Er war noch fit, hatte vor kurzem erst gegessen, es waren einfach zu viele, sie hatten ihn und sein Herr auf der Jagd erwischt.
Sie waren zu fünft und eigentlich alles gute Krieger, als sie gerade auf eine Lichtung reiten wollten, kamen sie mit einem mal von allen Seiten, Dämonen. Nun ist er hier allein in der Klammen Gefängniszelle, die sein Vater einst selber erbauen hat lassen. Seine Augen wanderten das kalte Gemäuer entlang, überall schien Wasser durch zu ringen, es war Frisch und irgendwoher kannte er das Wesen was dort in der Ecke halbtot hockte, ja er war sich sicher, es war mehr tot als Lebendig. Er ergriff sich also ein Herz, hockte sich nieder und starrte auf das blonde Ding in dunklen weiß, seine tiefe dunkle Männer Stimme weckten das Wesen auf „ warum bist du hier?“ Sie bewegte sich ein wenig,ein seufzen drang aus ihr her raus. Erschöpft regte sie sich ein wenig, ohne die schützende Dunkelheit zu verlassen. „Sie haben sie alle gefangen, sie vernichtet, sie aus Gottes Armen gerissen und Herr übernommen, sie werden alles nehmen.“ Es dauerte keine Sekunde, da hockte er neben ihr, hüllte sie sanft in seinen Mantel, während sein Arm sie stütze, ein sanfter Kuss auf ihr dreckiges und schlaffes Haar entwich ihm. „Wie konnte das passieren ?“ „Nigel ?“ Sie blickte schwerfällig auf und er küsste ihr sanft auf die Schläfe. „Vorsichtig, du bist total erschöpft, ich bring uns hier raus.“ „ sie spielen“ keuchte ihr über die Lippen. Verwirrt sah er sich um,suchte in erster Linie einen Weg hier raus. „ ich rieche Blut von Vampiren!“ seine Brust bewegte sich schwer „Sie spielen.“ wiederholte Spharir. Erst nun sah er ihre tiefen Wunden an den Armen und Beinen, vorsichtig lehnte er sie nach vorne, um zu sehen,wie schlimm ihre wunden wirklich waren, aber ihr Gesundheitszustand verhiess nichts gutes, sie hatte entweder einen sehr schweren oder mehrere Kämpfe hinter sich. Langsam fing er an sich sorgen zu machen und seine Augen gewöhnten sich an das schummrige Licht,welches nur durch die Risse der Tür drang. Er wusste nun, warum es so stark nach Blut seiner Rasse roch. Das Wasser, das Kühle, das was von den Wänden triefte, war ihr Blut, das eines Vampirs, dem Geruch nach mehrerer Vampire, auf dem Boden lagen Federn, die seiner heißgeliebten Spharir.
„Sie sehen zu! Sie wissen, das ihr uns töten könnt, die schreie, einige verlieren, einige gewinnen, es wird neu gemischt, ein Spiel.“ „Ich verstehe, süße“ verschämt ging ihr Blick auf den Boden. „Es tut mir leid. Ich wollte sie nicht töten.“ Er grinste, fing dann an zu lachen „Ich riefe vier oder fünft Vampire in diesen Raum und du hast sie alle in deinem Zustand gekillt, du bist die Beste, eine Göttin“ Ihr fauchen unterbrach ihn und wiederholt grinste er ihr zu, wären er an den Wänden entlangging. „ Ist ja gut, ich weiß, aber ich höre es, sie spielen wirklich. Engel, Vampire, Menschen, Dämonen und was es nicht noch so gibt ist auf den Gängen versammelt, nein in den Zellen neben uns. Sie Fangen uns und lassen uns hier, bis wir hunger haben und uns umbringen, hab ich recht hübsche?“ Fragend sah er sie an, eigentlich erwartete er keine Antwort. „Ja und du wirst mich töten“ „sicher nicht!“ sie sprach nicht einmal zu Ende, er war sauer, das sie so etwas überhaupt denken konnte, das er sowas tun würde, aber er roch, es waren harte Kämpfe altes Blut und er spürte, das sie hier lange lauerte, er hörte wie in den anderen Zellen diskutiert wurde und sie sich eigentlich einig waren, sich nicht zu verletzen, aber die Engel sich einig waren,wenn der Vampir angreift, werden sie ihn töten, die Triebe der Vampire würden durchbrechen und dann ist alles andere Egal, da gibt es keine Freunde oder Feinde, wenn sie Blutgier haben, dann vernichten sie alles und so ein Engel gibt sein Blut keinem der Sünder.
Nigel war sich bewusst, dass er einen Weg aus dieser kalten Steinzelle finden musste, bevor er die Kontrolle über sein Handeln verlieren würde und bevor sein Engel starb. Spharirs Atem wurde schwerer, während sie sich fester in den schwarzen Mantel von Nigel kuschelte, soweit das bei dem Steinboden und dem ganzen Blut ging.
Aus einer der anderen Zelle hörte Nigel ein grausiges geräusch, das Geräusch eines Vampirs der einen Menschen zerfleischte, grausame schreie eines Menschen, der wusste keine Chance zu haben und dennoch überleben wollte. Nigel spürte, wie schmerzlich diese Töne für Spharir waren, diese Schreie zwischen Schmerz, Angst, Hoffnung und Sterben des nun toten Menschen und das Kampfgeschrei des Vampirs der soeben merkte was er da fürchterliches Getan hatte, ein ungutes Gefühl machte sich in Nigel breit, er will ihr nicht wehtun, ihr keine Angst und kein Kummer bringen, sie wusste nicht, was er für sie Empfand. Klar, waren alle Verbündete, aber dennoch wäre eine solche Zusammenkunft niemals möglich gewesen, nicht in der jetzigen Zeit.
Er führte ein großes Herr, er war ein Krieger, ein Vernichter, einer der den Frieden mit Gewalt holte. Sie eine Prinzessin, eine Adlige, die Wert auf Anmut, Höflichkeit und Kommunikation lag. So sehr sein Herz für sie Schlug, sie durfte dies nie erfahren, zu groß war seine Angst, das man sie vom Palast verstoßen könnte oder sie ihn Abwies.
Langsam ging er auf sie zu und sah keine wunde von ihr Heilen. „ sollten deine wunden nicht langsam heilen ?“ fragte er sie, während er sanft über eine Schramme strich. „ ich“ sie bemühte sich zu sprechen, doch zu groß war der Schmerz. „schon okey!“ er nahm sie in seinen Arm,wartete auf irgendwas. Irgendwas dachte er sich, müsse ja eigentlich geschehen, er wusste nur nicht was, vielleicht kommt jemand und rettete sie oder so was in der Art. „wo sind wir hier eigentlich?“ er bekam keine Antwort. Erneut gab er ihr einen Kuss auf ihre Haare.
Ihre Augen öffneten sich langsam und schwerfällig, Spharirs Kopf lag noch immer auf Nigels Brust. Vorsichtig schaute sie sich um, während er seine Umarmung ein wenig fester, als wolle er ihr zeigen, das er mitbekommen hat, dass sie wach war. Seine Augen waren dunkel Braun, ein wenig Blut schien in ihnen zu stehen, seine Reißzähne sah sie in dem Moment noch nicht.
„Deine Wunden heilen nicht.“ wiederholte er sich. „bring mich um“ „und dann?“ seine Frage riss ein Loch in ihre vorstellungen, Sie hatte sich keine Gedanken an ein 'und dann?' verschwendet, ihre Gedanken kreisten auch nicht lange, schnell schlief sie wieder vor schwäche ein.
„ich mache dich zu einen von uns!“ seine tiefe Stimme drang bis in ihr Herz. Ihr Puls wurde schneller, ihre Kraft verließ sie und der Schmerz an ihrem Hals, dieser unendliche zeitgleich so wohlfühlende Schmerz an ihrem Hals. Sie starb, vor liebe, vor sehnsüchte und Ängste.
Das Licht in der Zelle ging an. Nigel grinste, während er weiter das Blut aus Spharir saugte. Trotz seiner Angst um sie, wusste er was das heißen musste, Sie werden dauerhaft beobachtet und sie waren an dieser Situation interessiert. „Trink kleiner Engel, bevor sie einkreifen können!“ Er schnitt sich sein Hemd auf und ein Teil seiner Haut, seine augen weichten nicht von den Ihrigen ab, als er ihr Kopf in Richtung seiner offenen Wunde lenkte.
Etwas Blut konnte sie noch erhaschen, nur ganz wenig, ein hauch, nur soviel, das ihr ein ziehen durch den Körper deutlich machte, das sich was in ihr veränderte. Das sie realisierte,was gerade geschah, bis ein lauter knall sie aus allen Gedanken riss. Drei mit Dolchen bewaffnete Maskierte standen vor den Beiden. Die Tür stand offen. Keiner Bewegte sich, es kam ihr vor wie Stunden, dabei waren es Sekunden, sie stürzte aus Nigels Umarmung, während er direkt auf die Zellenbesucher sprang und dem ersten gleich mit den Fingern die Augen zerstach.D Der Blinde taumelte durch die Zelle, lief gegen die Wand am Ende des kleinen Raumes. Nigels Adern waren dick, sie Pumpten das Blut warm durch seinen ganzen Körper. Engel hatte starkes Blut, die Prinzessin, so schien es ihm, hatte das stärkste und sie gab es ihm Freiwillig, was dafür sorgte, dass das Blut direkt in seinen Kreislauf überging und er es nicht erst bezwingen musste. Er hatte Blutdurst, Mordlust... immer wieder Hagelten seine Fäuste auf die Unbekannten ein. Sie waren schon längst tot, als er immer noch wild mit geballter Faust auf einen der Masken hämmerte.
Spharir versuchte auf zustehen, knickte aber immer wieder aus schwäche weg. Sie übergab sich in mitten der Kampfschreie Nigels, heiße Anfeuerungen kamen aus den anderen Zellen, sie hatten gemerkt, was in der Zelle Nummer 8 geschah. Ihr Anführer, ihre Hoffnung war kurz davor sich zu befreien. Nigel blickte zu seiner geliebten, sah wieder auf die Maske, wieder zu ihr. „ es...“ stammelte er „ es tut mir leid!“ Mit geschlossenen Augen, atmete sie tief ein. In einer halben Sekunde überwand er die Distanz zu ihr und gab ihr weiteres Blut. „trink, wir müssen hier raus!“mahnte er ihr.
Ein großer Schatten stand in der Tür, kaum noch Licht drang durch die offene Tür und das Getuschel aus den Nachbarzellen, ließen Nigel aufschauen. Fragend blickte er der Kampfmaschinen entgegen, während er Spharirs Hand fest-umschlossen hielt.
dies war Kurzgeschichte 1!
nanjo am 23. Juni 13
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