Samstag, 26. Juli 2014
einst
Früher glaubte ich eines Tages den Himmel berühren zu können, Heute spühre ich das Höllenfeuer um mich herum.
Früher glaubte ich an kleine Bärchen, die über den Wolken Regenbogen machen, heute habe ich Angst vor Monstern.
Einst hatte ich Freunde,nun lerne ich nur Monster kennen.
Meine Gedanken kreisen in ausgiebiger Ruhe, ich wollt einsam sein,war es nie, wollt Zweisamkeit und verlor sie.
Wollte Leben schaffen und vernichtete mehr als ich je errichten könnte.
Ich glaubte an Sterne am Horizont, heute kenne ich die Nacht. Schatten machten mir keine Angst, sogar die Finsterniss erwies sich als guter Freund. Versteckte mich vor dem Ungeheuerlichen.
Ich kämpfte um so zu sein, das Andere es toll fanden, doch nie war ich so perfekt wie einst.
Nicht perfekt,aber gemocht. nicht zweisam,aber auch nicht allein.
Irgendwann wird es den Weg ohne Streit geben nicht weltweit, aber nah dran.
Irgendwann werden Herzen wieder zu einander finden und es wird halten, aber nicht nun, nun gewinnt Angst und Verzweiflung ohne Hoffnung.
Früher glaubte ich an Hoffnung, nun ist die Sehnsucht stärker als jede Hoffnung zuvor.

Oft waren die Nächte länger als die Tage, einst glücklich im Partyleben, dann weil die Sorgen einen übermannten, tote, sterbende, verlorene, all diese "monster" hielten mich wach. Manchmal war es die Angst Menschen zu velieren und dann war es die Tatsache,das ich immer verlor.

ich hoffte mich verändern zu können,doch mein charackter ist festgefahren. Nun werde ich mich ändern, so das alle klagen,andere wach sind und mich missen..
keiner wird unter mir sein, denn alle wandern auf Erden über mir, meine Füße werden nur noch das durchsickernde Regenwasser spühren, das Wasser zum Blumen gießen.
Die Augen auf ewig geschlossen, kein Leid mehr verkündent, kein Aufwand mehr betreibend, keine Stimmen mehr hörend, keine Ängste mehr kennent.

Frei von allem, frei von Gefühlen, frei von der Sehnsucht. In die restliche Ewigkeit hinein.



Mittwoch, 23. Juli 2014
lostagain
Man verrückt sich die Sterne, baut eine Sandburg und kuschelt sich in seine warme Bettdecke im Winter.
Wir eröffnen Horizonte und verlieren uns in Zukunftsträume, wollen neu Anfangen und Enden bei etwas, vor dem wir geflüchtet waren, manchmal kann man seinem Schicksal nicht entfliehen, man muss sich selbst vernichten um es zu besiegen.

Glaube nicht an eine Änderung, das Menschen sich ändern oder dich lieben könnten, das fremde Freunde dir Mut machen, so etwas wird es nicht geben, denn du hast die Schuld an alle dem was irgendwann geschehen konnte, selbst wenn du unter alle dem zusammenbrichst, wenn du die Last nicht mehr standhältst, wenn du merkst, das andere viel mehr erwarten und du einfach nur leben willst um „heim“ zu kommen.

Wenn Worte fallen, die dich in eine bittere Vergangenheit schleudern und die Angst allem anderen weicht.
Das du merkst, das es nie so sein wird, wie es hätte sein sollen, wie es wahr, wahr es nicht gut genug für andere. Die Zeit die du brauchst, wird niemals reichen um ein gemeinsames Ziel auch gemeinsam zu erreichen.
Du wirst erneut beschließen mit jemanden darüber zu sprechen, erneut wirst du allein in der Dunkelheit darauf hoffen, das es doch Monster und Dämonen gibt, die schuld an deinen Gedanken sind. Erneut werden gefühlte Tausende auf dich einreden und sagen, das deine Gefühle nicht berechtigt sind, erneut wird es heißen, das du gespielt hast, erneut wird alles brechen, was es zu brechen gibt und der Schlaf ist etwas wovon du erneut nur träumen kannst.
Erneut wird keiner deine Angst verstehen und irgendwann frisst dich die Dunkelheit und du versingst in einem erneuten Neubeginn, mit der Verachtung von den Anderen, mit der Angst in den Adern und der Leblosigkeit in den Adern.
Bleibe somit also lieber in meinem kleinen Loch, ohne Erwartungen von irgendjemanden, ohne wünsche und träume, ohne Worte, nur ich und die leisen Stimmen. Nur ich und die Angst vor dem Leben. Nur ich, ohne klare Worte, nur ich und ein Gefühl. Keine Berührung, kein Leben, keine wünsche und Hoffnungen, der Schmerz, der Stimmen wird mich mit sich nehmen, wird mich mit in eine tiefe reißen dessen tiefe nur ich kennen kann.



Dienstag, 17. Juni 2014
ein Tag im Sarg mit W-Lan
Es muss Nacht gewesen sein, zumindest war es ziemlich dunkel, so dunkel wie er es zuvor noch nie gesehen hatte. Sonderbar, dachte er sich noch,als er sich mit den Händen von seinem Bett abdrücken wollte um aufzustehen, es war so hart sein Bett, er hätte sich damals doch das Wasserbett kaufen sollen.
Bevor er sich aufrichten konnte kam der Schock, etwas über ihm leuchtete Blau.. "W-lan aktiv". Ein Stirnrunzeln war seine Reaktion auf das nicht mal 15 cm entfernte Symbol, dann setzte der Schock richtig ein, er realisierte, er war nicht mehr in seinem Bett, nicht mal mehr in seinem Zimmer, er schlug mit den Händen und den Fäusten gegen das gepolsterte Holz, ein Sarg. Er lag doch tatsächlich in einem Sarg, es war eng und dunkel bis auf dieses verdammte blaue W-Lan Symbol.. dann blinkte einmal kurz grün und dann leuchtete es weiter Blau. Er beruhigte sich, erst vor kurzem ist er zum Filialleiter geworden einer großen Juwelierkette. Er holte tief Luft und atmete wieder langsam aus um sich zu beruhigen, okay, dachte er bei sich, keiner steckt jemand Lebenden in einen Sarg,vor allem nicht mit W-lan, er drückte auf die Leuchtschrift, es geschah aber nichts, also suchte er die Seitenwände von innen ab und auch den Sargdeckel, drückte mit den Füßen gegen das Holz und hoffte auf irgendwas.
Sein Handy, sein Handy hat W-lan Funktion, blitzschnell und als ob ihm nur noch Sekunden blieben griff er in seine innere Hemdtasche,nichts, er tastete sich an seinem entlang. Da ein Handy, nicht sein, es war auch keine Tastensperre drinnen. Egal, er versuchte seinen besten Kumpel anzurufen, doch kein Netz. W-Lan.... Die Internet Verbindung war schlecht,aber ausreichend um Facebook zu aktivieren und zu posten "brauche Hilfe, liege im Sarg und komm nicht raus" innerhalb von einer halben Minute hatte er 67 Likes und fünf unbrauchbare Kommentare, die ihm Klarmachten, ist man erst einmal drinne kommt man nicht wieder raus oder "das ist die Aufgabe eines Sarges" oder aber " wie bist du denn schon wieder da reingekommen ??" <.. Diese Nachricht war von seinem Besten Kumpel. " man junge, das kein Fake, ich liege in einem Sarg, irgendwer hat mich entführt oder sonst was " er konnte noch Senden, dann ging das W-Lan Symbol aus. Das alte Smartphone leuchtete nur schwach und die Angst stieg Franc in die Adern, er fing an zu schwitzen, Panik machte sich breit, die Lage gefiel ihm ganz und gar nicht. Sein Puls raste und das schneller als ihm lieb wahr und er wusste, das dies in dieser Situation nicht hilfreich wahr. Das W-lan Symbol ging wieder an, und er sah das sein Bester Kumpel sich ernsthaft sorgen machte, das auch andere nun realisierten, das es kein Spaß war, sie wollten wissen wo er war, woran er sich erinnern konnte.

doch er wusste nichts mehr, das W-lan Symbol ging wieder aus. Mist,dachte er sich noch,er hätte irgendwas schreiben müssen, einfach irgendwas, irgendwas um zu sagen, das er lebt, zu sagen, evtl. könne ihn ja wer finden.. das W-lan Symbol ging wieder an, aber er war unfähig irgendwas zu schreiben,er wusste einfach nicht was..er war in einem engen Sarg, bewusst dem Tot zu nah zu sein. Dann schien sein Geist, sein Gehirn zu  erwachen er postete " holt mich hier raus,ich bin zuhause eingeschlafen, ihr müsst mich finden"  er fühlte sich wie bei einer Schnitzeljagd und er bildete sich ein, das die Luft enger und enger wurde.. " ich fahr zu deiner Wohnung! " schrieb sein bester Kumpel und zwei Leute wollten mit ,andere wollten in der Firma suchen. Als wäre das ein  PR-Gag. Er wartete, Minuten und Stunden vergingen, so dachte er, der Akku schon fast leer, nur noch 5% zeigte das Display an, aber ausmachen wollte er das Handy nicht, es war viel zu riskant, das es dann nicht mehr anging. von Draußen war nichts zu hören. es war totenstill um ihn herum. Er starrte auf das leuchtende Display in der Hoffnung,einen Hinweis zu bekommen oder eine Antwort wo er wahr, das jemand schreibt, das er weiß wo er ist.  Doch es tat sich nichts, außer Rätselraten,wo er sich wohl befinden würde.. Sein bester Kumpel meldete sich auch nicht mehr, er lehnte sich tiefer in die Leichenkissen, resignierte leicht und schlief ein, mit dem Leuchtende Smartphone -display und dem flackernden W-Lan Lämpchen über ihn.

Sein Kumpel würde ihn finden.

(danke für die inspiration Feuer ;) )